Programm


Im Überblick

VeranstaltungenFun Feminism
Herbstliche Highlights
Lehrveranstaltungen
BlogserienHeute Nacht geträumt
5 Fragen an die bildende Kunst
Schreibweisen, Genres und die Verhältnisse der Geschlechter
10 Gründe, Frauen (wieder) neu zu lesen
ArchivHier geht es zum Überblick über alles bisherigen Veranstaltungen, welche in Zusammenarbeit mit Art of Intervention stattfanden, oder von uns empfohlen wurden.


Veranstaltungen

Veranstaltungsreihe und Ausstellung Fun Feminism

24.09.2022–19.03.2023, Kunstmuseum Basel | Gegenwart
Werke von Künstlerinnen sind in der Sammlung des Kunstmuseums Basel bis heute untervertreten. Die Institution befindet sich damit in bester Gesellschaft. Denn nach wie vor müssen Frauen ihre Bedeutung als Protagonistinnen der (westlichen) Kunstgeschichte behaupten. Humor, Komik und Satire sind dabei in vielfältiger Weise die bestimmenden Stilmittel einer künstlerisch-feministischen Haltung, die auf ein gemeinsames, befreiendes Lachen setzt. Wichtige Werke von Künstlerinnen haben bereits Eingang in die Sammlung des Kunstmuseums Basel gefunden, unter anderem von den Guerrilla Girls, Pipilotti Rist, Martha Rosler oder Rosemarie Trockel. Eine Auswahl derer Werke bilden den Dreh- und Angelpunkt der Gruppenausstellung. Hier geht es zu weiteren Informationen zur Ausstellung.
Kuratorinnen: Maja Wismer, Alice Wilke, Claudia Müller, Senam Okudzeto

Veranstaltungsreihe zur Ausstellung

01.10.2022Hulda was?
05.10.2022kitchen politics
26.10.2022laughing-lachen-rire


Hulda was? Soziale Medien künstlerisch und aktivistisch nutzen
01.10.2022, 14–17 Uhr, Kunstmuseum Basel | Gegenwart, Foyer
Ein Workshop zum Potenzial von sozialen Medien mit Hulda Zwingli, Influencerin, multiple Persönlichkeit, Kunstfigur. Hulda Zwingli vervielfältigt und verselbstständigt sich auf Instagram. Ihre Kunstform ist die Befragung der Kunstwelt als Kunstfigur. Identität und Anonymität sind ihre Macht. Die digitale Vernetzung bietet zunehmend mehr Möglichkeiten, sich mit politischen Fragen und Zuständen in der Gesellschaft auseinanderzusetzen, öffentlich Haltung zu zeigen und sich kritisch zu positionieren. Das Internet hat politische Partizipation vereinfacht, aber auch in gewisser Weise opportun gemacht: Eine Onlinepetition ist schnell unterschrieben, ein Tweet rasch gelikt, ein Profilbild flugs geändert. Gibt es in diesem Jekami im Dschungel von Propaganda, Algorithmen, Manipulationen und Identitäten so etwas wie Vertrauen? Hulda bleibt hartnäckig und staunt über ihre Wirkung.

kitchen politics. Aufstand aus der Küche
05.10.2022, 17.30–19 Uhr, Kunstmuseum Basel
Können wir aus den Küchen heraus die Weltökonomie zum Zusammenbruch bringen? Mehr denn je offenbarten sich während der Pandemie die unterschiedlichen Zuschreibungen in der Wertigkeit von Lohn- und Reproduktionsarbeit, und die nach wie vor aktive Geschlechtertrennung in den verschiedenen Arbeitsfeldern.
Ausgehend von Martha Roslers ikonischer Videoarbeit «Semiotics of the Kitchen» (USA 1975) widmet sich das multimediale Re-Enactment-Projekt «Aufstand aus der Küche» seit 2014 dem spannungsgeladenen Verhältnis von Lohn- und Reproduktionsarbeit, Geschlechterdifferenzen und Körperbildern, um das progressive Potential historischer feministischer Video- und Performancekunst neu zu aktivieren. Lucie Ortmann und Katrin Ribbe geben an diesem Abend einen Einblick in ihr recherche- und prozessorientiertes Langzeit-Projekt und einen kurzen Workshop, in dem gemeinsam mit den Gäst*innen ein neues Alphabet der Arbeit entwickelt und performt wird. 
Ausserdem zeigen wir die Videoarbeit «Housewives Making Drugs» (2017) der Künstlerin und Biohackerin Mary Maggic. Teils als Camp-Parodie einer Kochshow, teils als Video­anleitung für DIY­ (mach es selbst) und DIWO­ (mach es mit anderen) Biohacker-Transaktivismus konzipiert, ist die Küche Schauplatz der Herausforderung dominanter Geschlechterpolitiken und von Visionen einer Welt mit mehr Körpersouveränität für alle. Im Anschluss Publikumsgespräch mit Mary Maggic via Zoom. 
«Aufstand aus der Küche» von und mit Mareike Hantschel (Szenografie und die materielle Dimension von Kunst), Lucie Ortmann (dramaturgische und kuratorische Praxis), Katrin Ribbe (Fotografie und Video) und Demian Wohler (Szenografie).
«Housewives making drugs» Video, 2017, von Mary Maggic.
Eine Kooperation des Kunstmuseums Basel mit art of intervention.

laughing-lachen-rire
26.10.2022, 17.30–19 Uhr, Kunstmuseum Basel | Gegenwart
Was hat Lachen mit Kritik zu tun? Wann bleibt uns das Lachen im Halse stecken und wann lachen wir mögliche Konflikte einfach weg? Und was hat das mit Geschlecht zu tun? Welche sozialen Funktionen kann Lachen überhaupt erfüllen? Ist es nicht einfach ein natürlicher Vorgang? 
An diesem Abend gehen wir anlässlich der Ausstellung Fun Feminism gemeinsam mit Jenny Schrödl (FU Berlin) dem Phänomen des Lachens auf den Grund: Anhand verschiedener Beispiele aus Theater und Performance (Antonia Baehr, Vanessa Stern u.a.) werden wir Techniken des Lachens zwischen Natürlichkeit und sozialer Konstruktion ebenso nachgehen wie Fragen nach dem Zusammenhang von Lachen, Komik und Geschlecht.
Eine Kooperation des Kunstmuseums Basel mit art of intervention.

Herbstliche Highlights

Eine unvollständige Auswahl gesellschaftskritischer, politisch-aktivistisch-künstlerischer Veranstaltungen, die diesen Herbst in Basel stattfinden und die wir an dieser Stelle herzlich empfehlen.

Im Überblick

29.09.–02.10.2022Lust*Streifen Filmfestival
14.10.2022Late Night Show – Staffel II
22.–30.11.2022Unordnungen
22.11.2022feministischer salon basel: Lea Dora Illmer – Gesundheit im krankenden System?
24.11.2022Luanda Casella: Ferox Tempus

15. Lust*Streifen Filmfestival
29.09.–02.10.2022, diverse Standorte
Das Luststreifen feiert seine Pubertät, was als kleiner Filmabend unter queeren Freund*innen begann, ist zu einem der mit grössten queer-feministischen Film Festivals der Schweiz herangewachsen. Hier gehts zum Programm und Tickets.

Late Night Show – Staffel II
14.10.2022, 20 Uhr, Kaserne Basel, Reithalle
Die erste post-migrantische, post-usländerische Late Night Show der Schweiz mit dem Moderationsduo Uğur Gültekin und Fatima Moumouni geht in die zweite Runde und widmet sich dort dem ersten und zweiten Untergeschoss des Migrationsuntergrunds: Zwischen Assimilation und Widerstand, zwischen Selbstverleugnung und Empowerment gibt es einiges zu besprechen, viel zu lachen und vor allem wieder hochkarätige Gäste, die ihren Shito, Ajvar oder Senf dazu geben. 120-minütige Bühnenshow mit Musik, Comedy, Talks und viel, viel Çay, um den Magen nach all dem Käsefondue wieder zu beruhigen. Hier gehts zu weiteren Informationen und Tickets.

Unordnungen
22.–30.11.2022, Kaserne Basel, diverse Veranstaltungen
Nichts ist in Ordnung und wir müssen auch nicht so tun, als ob. Krisen sind längst fester Bestandteil unseres Alltags. Ordnungssysteme werden genutzt, um patriarchale Werte und Macht aufrecht zu erhalten – über Natur, über Körper und Geschichtsschreibung. Wir wollen Unordnungen feiern! Der feministische Schwerpunkt hat es sich zur Aufgabe gemacht, was in Ordnung zu sein scheint auf den Kopf zu stellen. Auf dem Programm stehen drei internationale Theater- und Tanzproduktionen sowie unter anderem ein Konzert der Basler Königinnen Les Reines Prochaines. Die Autorin und Performerin Luanda Casella nimmt uns mit in eine dystopische Zukunftsvision einer Welt, in der der Neoliberalismus die ökologische Katastrophe überlebt hat. Choreografin Tümay Kılınçel detoxt den sogenannten orientalischen Bauchtanz und Choreografin Ligia Lewis widmet sich dem Phänomen des Skandals.
aoi freut sich, dass die Veranstaltungsreihe «Unordnungen» zurück ist! Im Folgenden heben wir zwei Veranstaltungen der Reihe hervor – obwohl wir an dieser Stelle gerne die ganze Reihe wärmstens empfehlen. Hier gehts zu weiteren Informationen.

feministischer salon basel: Lea Dora Illmer – Gesundheit im krankenden System?
22.11.2022, 19.30 Uhr, Kaserne Basel, Rosstall II, Eintritt frei / Kollekte
Wem gehören unsere Körper? Welchen Wert hat Erfahrung? Woher stammt unser (Körper-)Wissen, woher die Sprache dafür? Wissen wird gesammelt, ausgetauscht und weitergegeben, in besetzten Häusern, im Frauenzimmer in der Kaserne und in der Paradies-Praxis. Was ist davon geblieben? Und wo waren Ausschlüsse? Ein Gespräch zu feministischen Gesundheitsbewegungen in Basel früher und heute. Franca Schaad im Gespräch mit Geschlechterforscherin Lea Dora Illmer und weiteren Gäst*innen. 
Die Veranstaltung ist Teil des Schwerpunkts «Unordnungen». Hier gehts zu weiteren Informationen.

Luanda Casella: Ferox Tempus
24.11.2022, 20 Uhr, Kaserne Basel, Reithalle
In Luanda Casellas Soloperformance nimmt uns die Künstlerin mit in die dystopische Welt von «Ferox Tempus», in der sich der Schrecken des ökologischen Zusammenbruchs voll manifestiert hat. Städte sind untergegangen, Milliarden Menschen sind umgekommen und die Überlebenden der neoliberalen Kultur klammern sich an die Ruinen der Zivilisation. Die Figur Lua ist auf einer Reise durch diese Science-Fiction Welt zwischen Trainingslager und Computerspiel, zwischen 80s & Zukunft. Unterwegs begegnet sie extremen Wetterbedingungen, wandert durch Schlammberge und sabotiert einen Milliardärbunker. Sie versucht zu überleben. Geleitet von der Stimme einer allwissenden Erzählerin wird Lua trainiert ihre Waffen und ihre Kräfte einzusetzen, um sich durch verschiedene Spiellevel in der lebensfeindlichen Umgebung von «Ferox Tempus» zu bewegen. Wohin wird sie das Spiel führen? Wie wird es enden? Terror vom Feinsten! Die Veranstaltung ist Teil des Schwerpunkts «Unordnungen». Hier gehts zu weiteren Informationen und Tickets.


Lehrveranstaltungen

Im Überblick

22.09.–02.12.2022Fun Feminism
21.09.–21.12.2022Humor und Geschlecht
22.09.–22.12.2022Um/Ordnung in den Künsten

Kurs: Fun Feminism. Konzeption und Durchführung öffentlicher Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung im Kunstmuseum Basel
22.09.–02.12.2022, jeweils Freitags, 09.15–16.00 Uhr, Universität Basel
Ziel des Kompetenzkurses ist die Konzeption und Durchführung öffentlicher Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung «Fun Feminism» im Kunstmuseum Basel | Gegenwart. Studierenden lernen, ausgewählte Positionen und Werke aus feministischer Perspektive zu beleuchten und im Rahmen von eigens konzipierten und durchgeführten Events an der Museumsnacht an ein interessiertes Publikum zu vermitteln. Sie laden Dritte dazu ein, sich mit der brisanten Thematik der Ausstellung auseinanderzusetzen und künstlerische Positionen queer-feministisch zu analysieren, zu befragen, auch zu verändern. Diese Veranstaltung wird von Dominique Grisard und Andrea Zimmermann durchgeführt und richtet sich in erster Linie an Studierende der Universität Basel. Hier gehts zu weiteren Informationen.

Seminar: Humor und Geschlecht
21.09.–21.12.2022, jeweils Mittwochs, 14.15–16.00 Uhr, Universität Basel
Ziel des Seminars ist die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Humor und Geschlecht anlässlich der Ausstellung «Fun Feminism» im Kunstmuseum Basel | Gegenwart. Humor, Komik und Lachen sind soziale Phänomene und als solche alltäglicher Bestandteil zwischenmenschlicher Interaktion, Politik und Kultur. Sie können sowohl Gemeinschaft konstituieren als auch Ausschlüsse erzeugen. Verletzende Formen von Witz zielen oft darauf ab, bestimmte gesellschaftliche Gruppen zu verlachen und diese in sozialen Zusammenhängen gewaltsam auf «ihren Platz» zu verweisen. Umgekehrt nutz(t)en gerade auch soziale Bewegungen, darunter auch queer-feministische Kunst- und Kulturschaffende, humorvolle Mittel und Praxen und Lachen, um gesellschaftliche Missstände und Ungleichheitsverhältnisse aufzuzeigen und deren Veränderung einzufordern sowie Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt zu verarbeiten. Im Verlachen von Autoritäten besitzt Humor ein subversives Potenzial. Anhand von konkreten Beispielen aus Kultur und Kunst, fragen wir nach dem Potenzial von Humor und Lachen, in die bestehende Gesellschafts- und Gechlechterordnung zu intervenieren, diese zu reflektieren und auch zu transformieren. Wie gestalten sich solche Interventionen? Was ist subversiv, was queer-feministisch an ihnen? Diese Veranstaltung wird von Dominique Grisard durchgeführt und richtet sich in erster Linie an Studierende der Universität Basel. Hier gehts zu weiteren Informationen.

Proseminar: Um/Ordnung in den Künsten. Kulturwissenschaftliche Methoden der Geschlechterforschung
22.09.–22.12.2022, jeweils Donnerstags, 14.15-16.00 Uhr, Universität Basel
Mit der im Herbstsemester stattfindenden Ausstellung «Fun Feminism» im Kunstmuseum Basel | Gegenwart bietet sich die Gelegenheit der Auseinandersetzung mit der Unterrepräsentation von Frauen im gegenwärtigen Kulturbetrieb sowie ästhetischen Formen der Kritik an dieser Schräglage. Humor, Komik, Ironie und Satire sind bevorzugte Stilmittel, die auf eine Um-Ordnung der Kunst hinwirken und die es in diesem Kontext kennenzulernen gilt. Die Lehrveranstaltung bietet dabei eine Einführung in verschiedene methodische Verfahren und erkenntnistheoretische Prämissen der kulturwissenschaftlichen Forschung anhand der parallel stattfindenden Ausstellung «Fun Feminism». Diese Veranstaltung wird von Dominique Grisard und Andrea Zimmermann durchgeführt und richtet sich in erster Linie an Studierende der Universität Basel. Hier gehts zu weiteren Informationen.


Blogserien


Blogserie «Heute Nacht geträumt»

Die hier versammelten Texte befassen sich mit den Themen, welche im Rahmen der Ausstellung sowie Veranstaltungsreihe «Heute Nacht geträumt», verhandelt wurden. Sie stellen Fragen, dokumentieren und vertiefen sie.

Bereits in dieser Reihe erschienen (nach Veranstaltung geordnet):
I Heute Nacht geträumt
Wozu wir Sorge tragen oder: «Unarchivierbares» archivieren von Lea Dora Ilmer
Was ist Kunst?
II From what point does the contemporary begin?
Wann beginnt die Gegenwart? Oder: Der Kuchen deiner Kindheit von Lea Dora Ilmer
Das Museum neu gedacht. Oder: Time is everything we have and don’t.
III Where does my body belong?
Take back the night! Take back the museum? von Sofia Valderrama
IV Wer sind alle?
«Wir konnten damals nicht mitentscheiden, ob es wieder eine Uniform geben sollte» von Sabrina Boss
V Werde ich wiederkommen?
VI Welche Geschichte wird gezeigt?


Blogserie «5 Fragen an die bildende Kunst»

Mit der Reihe «5 Fragen an die bildende Kunst» laden wir auf diesem Blog dazu ein, einen kritischen, feministischen Blick auf die Menschen, Praxen und Institutionen rund um die bildende Kunst zu werfen. Was wir wollen: Fragen, welche zum Nachdenken anregen, Neugierde wecken, den Austausch mit anderen suchen, Berührungsängste abbauen, ja eine Diskussion eröffnen und diese am Laufen halten. Anlässlich der Ausstellung «Heute Nacht geträumt» der Aotearoa neuseeländischen Künstlerin Ruth Buchanan reflektieren wir über die Repräsentationsfähigkeit, Zugänglichkeit und Zugehörigkeit von Kunst. Dabei geht es uns auch darum, das Bewusstsein zu schärfen für Geschlechterverhältnisse in der bildenden Kunst.

Wir stellen Fragen an Künstler*innen wie Ruth Buchanan, Kurator*innen wie Maja Wismer und Len Schaller, Akademiker*innen wie die Kunsthistorikerin Aden Kumler und an viele mehr. Auch Studierende des Proseminsars «Wessen Wissen, Wessen Kunst?» setzen sich mit den Fragen der Ausstellung «Heute Nacht geträumt» auseinander. Kennst auch du Künstler*innen, Kunstinitiativen, Netzwerke oder off spaces, die für dich wichtig sind und an die du gerne erinnern möchtest? Welche (Kunst-)Träume hast DU?

Lade hier unsere Anleitung auf Deutsch oder Englisch herunter. Die Fragen sind Vorschläge, Du darfst sie gerne anpassen. Sende uns deinen Beitrag per Mail an info@theartofintervention.blog


Bereits in dieser Reihe erschienen:
«in seiner Struktur transparent und lichtdurchflutet» von Maja Wismer
«Annäherung in Raum und Zeit ermöglicht Reflexion und Vergegenwärtigung» von Wanda Seiler


Blogserie «Schreibweisen, Genres und die Verhältnisse der Geschlechter»

Unter dem Schwerpunkt «Literatur und Literaturbetrieb» finden sich Einträge rund um das Thema Geschlechterverhältnisse und literarisches Schreiben. Ein besonderes Anliegen ist es dabei, die vielfältigen Zusammenhänge zwischen den Produktionsweisen, dem Literaturmarkt, den Agent*innen, Verlagen und den Ästhetiken in den Blick zu nehmen und auf Machtverhältnisse und strukturelle Aus- und Einschlüsse hin zu befragen.

Zu lesen sind Beiträge von Studierenden der Geschlechterforschung, Originalbeiträge von Autor*innen und anderen Interessierten. Gemeinsam denken wir queer-feministisch-kritisch über die Frage nach, warum welche Bücher in unseren Bücherregalen stehen, welche Perspektiven hier vielleicht fehlen und warum es einen Unterschied macht, sich diese Fragen zu stellen.

Mit diesem Blog wollen wir Raum für Austausch und Reflektion zu diesem Thema (und anderen) schaffen und hoffen, dass die Beiträge inspirieren und die Leser*innen dazu einladen, die eigenen Lese- und Schreibgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen.


Bereits in dieser Reihe erschienen:

Die Beitragsreihe 10 Gründe, Frauen (wieder) neu zu lesen
Was hat Sprache mit Macht zu tun? von Christina Zinsstag
Die Körperlichkeit des Schreibens von Daria Wechsler
(Un)Sichtbarkeit von Frauen im Literaturbetrieb von Andrea Zimmermann
Ein queerer Literaturspaziergang durch Basel von Studierenden des Zentrums Gender Studies im Rahmen des Seminars «The Art of Intervention: Kritik und Gefühle»
Geschlechterverhältnisse im Literaturbetrieb widmet sich den Ergebnissen einer Vorstudie mit demselben Titel
Schweigen, Schreiben und Sprechen bei Audre Lorde von Clara Stolze und Selina Suter
Geschlechterfragen sind nicht egal – der Literaturbetrieb ist in Bewegung von Martina Läubli
Wird die tote Dichterin leben? Virginia Woolf vor 100 Jahren und heute von Alice Weniger mit Auszügen aus dem Comic «Dear Virginia» (2021) von Melanie Gerber
«Gewichtige Gedanken». Schreiben zwischen Welthaltigkeit und Nebenwiderspruch von Lea Dora Illmer und Luzia Knobel
Audre – Ich – Resonanzen von Lois Wanja Stettler
Im Normalfall vergessen: das literarische Schaffen von Frauen von Luzia Knobel
Ein Akt des Unterlassens von Nicole Seifert
«Bücher wie Rennpferde» von Lea Dora Ilmer


Blogserie «10 Gründe, Frauen (wieder) neu zu lesen»

Es ist nicht wahr, dass es früher keine schreibenden Frauen gab, und es waren auch nicht wenige, wie die feministische Literaturwissenschaft seit Jahrzehnten zu zeigen nicht müde wird. Dennoch werden bis heute die Bücher von Frauen seltener und deutlich kürzer besprochen, erhalten Frauen weniger Vorschuss für die nächste Neuerscheinung als Männer. Und das, obwohl die gesamte Kette des Literaturbetriebs von der Verlegerin über die Buchhändlerin bis hin zur Leserin vorwiegend weiblich ist.

Mit der Reihe «10 Gründe, Frauen (wieder) neu zu lesen» wollen wir uns auf diesem Blog an Autorinnen erinnern, sie bekannt machen und Bewusstsein schaffen für Geschlechter-ungleichheiten im Literaturbetrieb. Dafür haben wir verschiedene Autor*innen, Akademiker*innen und Künstler*innen eingeladen, über eine Autorin zu schreiben, die ihnen viel bedeutet. Kennst auch DU eine Autorin, die dir viel bedeutet und an die du gerne erinnern möchtest? Hier findest du eine Anleitung (PDF). Bei Fragen schreib uns hier: info@theartofintervention.blog

Bereits in dieser Reihe erschienen:

10 Gründe, Erica Pedretti neu zu lesen von Tabea Steiner
10 Gründe, Adelheid Duvanel neu zu lesen von Friederike Kretzen
10 Gründe, Catherine Colomb neu zu lesen von Caroline Arni
10 Gründe, Irmgard Keun neu zu lesen von Michelle Steinbeck
10 Gründe, Regina Ullmann neu zu lesen von Gabriel Anwander
10 Gründe, Annemarie* Schwarzenbach neu zu lesen von Sascha Rijkeboer
10 Gründe, Leonora Carrington neu zu lesen von Lea Schlenker
10 ½ Gründe, Mascha Kaléko neu zu lesen von Nina Kunz
10 Gründe, Aglaja Veteranyi neu zu lesen von Gabriel Anwander
Art on My Mind. Ten Reasons to Revisit bell hooks von Dominique Grisard
10 gründe und ein vorbehalt, Verena Stefan neu zu lesen von Lea Dora Ilmer
10 Gründe, Antje Rávik Strubel zu lesen von Andrea Zimmermann
10 Gründe, Cécile Ines Loos neu zu lesen von Hannah Kindler und Christina Huber



Archiv


Veranstaltungsreihe Heute Nacht geträumt

23.03–18.05.2022, 17.30-19.30 Uhr, Kunstmuseum Basel | Gegenwart. Veranstaltungsreihe zu Ruth Buchanan’s Ausstellung Heute Nacht geträumt (19.03.–14.08.2022).

23.03.2022Heute Nacht geträumt
30.03.2022From what point does the contemporary begin?
13.04.2022Where does my body belong?
28.04.2022Wer sind alle? Vortrag Nora Sternfeld
04.05.2022Werde ich wiederkommen?
18.05.2022Welche Geschichte wird gezeigt?

Heute Nacht geträumt
Ruth Buchanan zitiert Sarah Ahmed, die geschrieben hat, «wenn Geschichte sich ansammelt, dann werden bestimmte Dinge natürlich». Ein gutes Beispiel ist der Reflex, Museumswände weiss zu belassen oder in einer Bildunterschrift immer das Datum anzugeben, obwohl das Werk vielleicht aus einem kulturellen Kontext stammt, in dem Jahreszahlen nicht von Interesse sind. Mit ihrer Ausstellung Heute Nacht geträumt fordert Buchanan, vom Museum zu träumen. Das heisst: auszuprobieren, welche anderen Verhaltensweisen oder Paradigmen vielleicht besser passen, welche womöglich ein Museum hervorbringen; welches wiederum den Körper stärker willkommen heisst und reflektierender ist, was die Welt betrifft, in der wir im Jahr 2022 leben. Ruth Buchanan, Revolving Histories (Lena Eriksson, Muda Mathis, Chris Regn, Andrea Saemann) und Michael Birchall (Migros Museum) stellen ihre künstlerischen und kuratorischen Strategien zur Sichtbarmachung von Alternativen vor.
Moderation: Maja Wismer. Eine Kooperation des Kunstmuseum Basel mit art of intervention.

From what point does the contemporary begin?
When and where does the contemporary begin? What counts as modern, what as progressive? What is considered pre-modern, backwards or completely outside of any historical timeframe? Who is part of history and who owns the future? How can we be truly in the present? How can we learn to be truly present?
Together with Aden Kumler (Art History, Basel), Fiona McGovern (Fine Arts and the History of Art, Hildesheim) and Len Schaller (Kunstmuseum Basel) we will reflect on how to write (art) history differently and center alternative, queer experiences and models of time, progress and success – with the idea of coming up with new, more inclusive visions of art and society. Moderation: Quinn Latimer (HGK, FHNW). A cooperation of Kunstmuseum Basel with art of intervention and the Institute of Art History at the University of Basel.

Where does my body belong?
Who attends art schools, who goes to the art museum? Whose bodies do we see on the paintings in the collections? And: which art works don’t we see? Does the art museum represent me as well? Does the accessibility of and belonging to art change if we stop looking at art institutions as «white cubes». Lucie Kolb (FHNW), Sophie Vögele (ZhdK) and Henri-Michel Yéré (African Studies, Universität Basel) will contemplate these and related questions about the art museum and other places of spatial and scientific categorization. They will share their academic, artistic and personal interactions with the art school, the art museum and the university as institutions. Moderation: Lorena Rizzo (African Studies, University of Basel). A cooperation of the Kunstmuseum Basel with art of intervention, Zentrum Gender Studies und Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel.

Wer sind alle? Vortrag Nora Sternfeld
Ein Ateliergespräch mit Nora Sternfeld. Wen repräsentiert das Kunstmuseum Basel? Was gilt es zu pflegen und schützen? Wie kann eine Institution heute selbstkritisch sein? Und welche Körper passen in die Räume eines Museums? Im Workshop mit Nora Sternfeld werden Fragen zum «Museum der Zukunft» gestellt. Gemeinsam diskutieren wir über Handlungsfelder, die sich durch gesellschaftlichen Wandel und die Globalisierung ergeben und überlegen, was für ein Ort ein Kunstmuseum sein kann.

Werde ich wiederkommen?
Was brauche ich, um mich im Museum willkommen und wohl zu fühlen? Welche Bedingungen muss ein öffentlicher Raum erfüllen, damit ich wiederkomme? Wer hat welche Verantwortlichkeiten? Im Sinne eines Town Hall Meetings geben Initiant*innen öffentlicher Räume Einblick in ihre Praxis und was sie damit bezwecken: Kulturinstitutionen öffnen? Kunst und Kultur provinzialisieren? Weisse Wände dekolonisieren? Sammlungen queeren? Mit Kadiatou Diallo, Matylda Krzykowski (FHNW), Samuel Leuenberger (Salts City), Inga Schonlau / Antu Nunes (Foyer Public, Theater Basel), Aylin Yildirim Tschoepe (FHNW). Kommt zahlreich und teilt euch mit. Moderation: Maja Wismer (Kunstmuseum, Basel). Eine Kooperation des Kunstmuseum Basel mit art of intervention, Theater Basel, Zentrum für Afrikastudien, Graduate School of Social Sciences Universität Basel und FHNW HGK/ ICDP Innenarchitektur und Szenografie.

Welche Geschichte wird gezeigt?
Kollektive Erinnerungsarbeit ist eine zentrale feministische Methode. Aber welche Geschichte wird gezeigt, erzählt und erinnert? Was wissen wir über vergangene Kämpfe um Sichtbarkeit? Wie wurden Rechte und Partizipation in der Schweiz verweigert, wie erkämpft? Welche Rolle spiel(t)en die Künste in diesen Auseinandersetzungen, welche der Feminismus? Wie steht es heute um die Geschlechterverhältnisse in der Kunst? Und welchen Einfluss hat Erinnerungsarbeit auf künstlerische Visionen einer geschlechtergerechteren Zukunft? Die freie Autorin und Dramatikerin Katja Brunner stimmt mit ihrer Performance zum «tragischen» Jubiläum «Frauenstimmrecht – 50 Jahre Demokratie» nachdenklich, kritisch und kampfbereit zugleich. Dominique Grisard richtet den Blick auf Populärmusik als Stimmungsmacherin: als sinnliches Instrument der Intervention von Feminist*innen der 1960er und 1970er Jahre, aber auch als affektive Politik konservativer und reaktionärer Kräfte. Andrea Zimmermann stellt Ergebnisse und Erkenntnisse der Vorstudie «Geschlechterverhältnisse im Schweizer Kulturbetrieb» vor und fokussiert dabei das Phänomen einer zu beobachtenden Kollektivierung: Inwiefern sind neuere Zusammenschlüsse und bestehende Netzwerke wichtige Akteur*innen auf dem Weg zu einer geschlechtergerechteren Zukunft in den Künsten? Welche Impulse vermögen sie derzeit zu setzen? Moderation: Andrea Zimmermann (Zentrum Gender Studies, Universität Basel). Eine Kooperation des Kunstmuseum Basel mit art of intervention und Pro Helvetia.


Fachtagung SGGF 2021 Frauen*wahlrecht und Demokratie: Kritik, Erinnerung, Visionen

26.–27.11.2021, Universität Zürich
Anlass und Hintergrund des Konferenzthemas 2021 ist das 50jährige Jubiläum der Einführung des Frauenwahl- und -stimmrechts für Schweizerinnen im Jahre 1971. Die Konferenz behandelt das Thema «Frauen*wahlrecht und Demokratie» aus demokratie- und geschlechtertheoretischer, intersektionaler, postkolonialer und transnationaler Perspektive sowohl mit Blick auf die Schweiz als auch bezogen auf die Situation in anderen Ländern und Kontexten.
Mit Keynotes von Prof. Dr. Hoda Elsadda, Cairo University; Prof. Dr. em. Andrea Maihofer, Universität Basel; Nanjala Nyabola, Writer, Humanitarian Advocate and Political Analyst, Nairobi.
Organisation und Konzeption: Dominique Grisard (Universität Basel), Andrea Maihofer (Universität Basel), Katrin Meyer (Universität Zürich), Katharina Pelzelmayer (Careum, Zürich). Die Tagung der SGGF fand in Kooperation mit der Tagung des Schweizerischen Instituts für feministische Rechtswissenschaft und Gender Law (FRI) vom 9.-11. September 2021 zum Thema «Frauen*wahlrecht und Demokratie: Mechanismen des (Un-)Rechts» statt. Die beiden Konferenzen ergänzen sich inhaltlich, legen aber jeweils eigenständige Schwerpunkte.
Hier geht es zum detaillierten Tagungsprogramm (PDF).


Wissenschaftlich-künstlerisches Symposium Männlichkeit(en) im Wandel

18.-21. November 2021, Basel (diverse Standorte) und online
Aus der Perspektive verschiedener empirischer Projekte der Geschlechterforschung und im Austausch mit künstlerischen Positionen geht das Symposium «Transforming Masculinities» der Frage nach, wie sich derzeit männliche Existenzweisen zeigen. Es geht in diesem Dialog nicht nur darum, der Persistenz der Normen hegemonialer Männlichkeit weiter auf die Spu zu kommen, sondern in der gegenseitigen Inspiration von Kunst und Wissenschaft gemeinsam nach Ansatzpunkten für Transformationsprozesse sowie bereits existierenden Gegenentwürfen Ausschau zu halten.
Das Symposium ist eine Kooperation zwischen dem Graduiertenkolleg des Zentrums Gender Studies der Universität Basel, dem interuniversitären Doktoratsprogramm Gender Studies CH, der Kaserne Basel, als Teil von Unordnungen, sowie The Art of Intervention.
Hier geht es zum Flyer des Symposiums (PDF).


Zine Workshop Empowerment als Widerstand

16.05.2021, 14-18 Uhr, online und vor Ort
Dieser Zine Workshop richtete sich an Menschen mit Diskriminierungs-Erfahrungen (v.a. Rassimus*, Ableismus* &/ Cissexismus*). Es ging um gemeinschaftliches Empowerment und künstlerische Interventionen für (mehrfach-)marginalisierte* Menschen. Geleitet wurde der Workshop von Whitney Bursch (Pronomen: sie/ihr; Instagram: @bee.whitney) und Natyada Tawonsri (Pronomen nata/natas; Instagram: @nata_yada), koordiniert von Roan (Pronomen: sir/sirs).
Hier geht es zum ausführlichen Projektbeschrieb sowie einer Erläuterung der Begriffe, welche mit einem Stern[*] markiert wurden.
Hier geht es zu einem Rückblick auf den Workshop und die Zines, die dabei entstanden sind.
Diese Veranstaltung wird durch art of intervention und dem Swiss Centre for Social Research ermöglicht. Wir danken auch Bunt! Basel Divers für die Sichtbarmachung in ihrem Festivalprogramm.


Podium (Post-)Pandemic Flow

16.7.2020, 18:15 Uhr, Kunstmuseum Basel, online
Dies ist die Abschlussveranstaltung zur Ausstellung «Circular Flow» am Kunstmuseum|Gegenwart. Im Zuge der COVID-19-Pandemie treten intersektionale Ungleichheiten und ihre Zusammenhänge mit kapitalistischen Strukturen deutlicher zutage. Im Gespräch wurden die letzten Monate reflektiert und diskutiert, welche Rolle die Kunst in dieser Situation einnehmen kann und inwieweit sie die Möglichkeit bietet, der Pandemie von einer anderen Perspektive aus gegenüberzutreten.


Vortrag Aesthetics, Raciality, and Dispossession

25.5.2020, 18.15 Uhr, Kunstmuseum Basel, online
Im Zusammenhang mit der Ausstellung «Circular Flow» spricht Rizvana Bradley über „racialized embodiment and embodied life in relation to the interlocking questions of violence, surplus, and representation that subtend globalized flows of capital“. Hier geht es zum Flyer (PDF).


Podium Postcapitalist Flow – (Neo)koloniale Verstrickungen und Konturen einer Gesellschaft jenseits globaler Ausbeutung

26. März, 18.15-20.00 Uhr, Kunstmuseum|Gegenwart – ABGESAGT
Im Rahmen der Ausstellung «Circular Flow»: Zwar sehen immer mehr Menschen den Kapitalismus als Ursache und nicht als Lösung der grossen Krisen des 21. Jahrhunderts, doch die Frage nach konkreten Alternativen scheint schwierig zu beantworten. Ausgehend von der Analyse globaler und neokolonialer Ausbeutungsstrukturen und intersektionaler Ungleichheiten wagen wir es in dem Panel, eine andere Ökonomie und eine solidarische Lebensweise, hin zu einer demokratischen, sorgsamen und bedürfnisorientierten Gesellschaft, zu denken. Eine Kooperation zwischen dem Kunstmuseum Basel, Art of Intervention und dem Doktoratsprogramm G3S (Graduate School of Social Science).


Studentische Fokusführungen

12.3. und 26.3.2020, 16 Uhr, Kunstmuseum Basel|Gegenwart
Studierende der Universität Basel führen durch die Ausstellung «Circular Flow» und eröffnen dabei Perspektiven auf ausgewählte thematische Schwerpunkte:
12. März, 16.00-17.00 Uhr, «Money Flow»
12. März, 17.00-18.00 Uhr, «Body Flow»
12. März, 17.00-18.00 Uhr, «Black Flow»
26. März, 16.00-17.00 Uhr, «Postcolonial Flow» (abgesagt)


Podium Money Flow. Markt, Macht und Männlichkeit

12. März, 18.15-20.00 Uhr, Kunstmuseum|Gegenwart – ABGESAGT
An diesem Abend geht es um die Zusammenhänge zwischen Markt, Macht und Männlichkeit ausloten. Wir werden Beobachtungen aus der Perspektive der Kunst und aktueller empirischer Forschung zusammenbringen und die Konsequenzen neoliberaler Gewinnmentalität hinsichtlich der damit verbundenen gesellschaftlichen Konfliktfelder und der Auswirkungen auf die einzelnen Akteure beleuchten. Eine Kooperation zwischen dem Kunstmuseum Basel, Art of Intervention, dem Doktoratsprogramm G3S (Graduate School of Social Science) und dem Theater Basel.


Veranstaltungsreihe GRRRLS GRRRLS GRRRLS

10.2019 – 04.2020, Monkey Bar, Theater Basel
art of intervention war an folgenden Events der Veranstaltungsreihe «GRRLS GRRRLS GRRRLS» des Theater Basels beteiligt, einen Überblick über alle Veranstaltungen finden Sie hier.
23.10.2019: Antigone, Desdemona und Hedda
Repräsentation von Weiblichkeit auf der Bühne. Ein Gespräch mit Dr. Andrea Zimmermann und Darja Stocker. Spielplan Theater Basel (URL)
25.10.2019: Projekt Schooriiil – Klimawandel
Von und mit Anne Haug, Melanie Schmidli und Kai Wido Meyer (Video). Spielplan Theater Basel (URL)
14.11.2019: Männlichkeit – am Ende ihrer Performance?
Gespräch mit Matthias Luterbach, Matthias Köhler und Jonas Gillmann (Moderation Andrea Zimmermann). Spielplan Theater Basel (URL)
22.11.2019: Masculinity Fragility
Textfassung und Inszenierung von Matthias Köhler. Spielplan Theater Basel (URL)
12.12.2019: Die schönste Liebe ist die unerfüllte
Gespräch mit Anna Gien und Fleur Weibel (Moderation Dominique Grisard). Spielplan Theater Basel (URL).


Tischgespräche in der Kaserne Basel Loss & Luck

15.12.2019, 18.30 Uhr, Kaserne Basel
Bei diesem «Tischgespräch» treffen sich Interessierte vor der Performance «Loss & Luck» von Antje Schupp & Sigal Zouk in der Kaserne Basel (URL), um sich gemeinsam mit Studierenden des Zentrums Gender Studies auf den Abend und seine Thematik von Verlust, Trauer und Transformation einzustimmen.


Podium Der Theaterbetrieb – Spielräume für die Geschlechter?

5.12.2019, 18 Uhr, Kaserne Basel
Welche Rolle spielen die Geschlechterverhältnisse im Schweizer Kulturbetrieb? Dieser wichtigen Frage geht im Rahmen der Vorstudie «Geschlechterverhältnisse im Schweizer Kulturbetrieb» ein Team von Wissenschaftlerinnen am Zentrum Gender Studies der Universität Basel, in Kooperation mit Pro Helvetia und dem Swiss Center for Social Research (CSR) seit Oktober nach. Und so laden wir mit einem Podium dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, inwiefern Geschlecht nach wie vor eine zentrale Rolle im Theaterbetrieb spielt.
Mit Darja Stocker, Inga Schonlau, Ariane Andereggen, Marielle Schavan (Henrike Iglesias), Christoph Lepschy, Patrick Gusset, Hannah Pfurtscheller, Regula Düggelin (Female Act) und Dominique Grisard. Moderiert von Andrea Zimmermann.
Das Podium fand in Kooperation mit dem Zentrum Gender Studies der Universität Basel und der Kaserne Basel (URL) statt.


Seminar The Art of Intervention II – Performing Gender

17.9. – 6.12.2019, Universität Basel
Das Theater verfügt aufgrund seiner performativen Dimension über grosses Potenzial, hegemoniale Geschlechtsidentität(en) spielerisch zu durchqueren, zu kritisieren und so zu transformieren. Gleichzeitig stellt sich im Zusammenhang mit der #MeToo-Debatte die Frage, ob und inwiefern Theater Kritik üben kann an einer herrschenden Geschlechterordnung, wenn diese Institution zur gleichen Zeit den Geschlechtern nach wie vor ungleiche Spielräume zur Verfügung stellt.
In Zusammenarbeit mit der Kaserne Basel, dem Theater Basel und dem Theater Niemandsland. Hier geht es zum Vorlesungsverzeichnis (URL).


Lehrveranstaltung Kunstvermittlung Intersektional

08.11.2019 – 13.12.2019, Universität Basel
Vorbereitung und Durchführung von Fokusführungen durch die Ausstellung «Circular Flow» im Kunstmuseum Basel Gegenwart. In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Basel. Hier geht es zum Vorlesungsverzeichnis (URL).


Studentische Fokusführungen

23.10.2018 – 20.01.2019, Kunstmuseum Basel|Gegenwart
Studierende der Universität Basel führen durch die Ausstellung «War Games» von Martha Rosler & Hito Steyerl und eröffnen dabei Perspektiven auf ausgewählte thematische Schwerpunkte.


Ringvorlesung The Art of Intervention

05.05.2018 – 20.01.2019, Kunstmuseum Basel|Gegenwart
Kritische und visionäre Beiträge aus Kunst und Kultur zu aktuellen Debatten über Kapitalismus, neuentfachte Nationalismen, Geschlechter- und Migrationspolitiken. Die Vorträge werden auf Englisch gehalten. Programm (PDF). Syllabus (PDF).

Bild: Nahaufnahme der Decke aus Spiegelmosaik im Turm, im Giardino dei Tarocchi (1974–1998) von Niki de Saint Phalle. Fotografie von 2013, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons. Stand 01.12.2021.