Kunst, Literatur

«Gewichtige Gedanken». Schreiben zwischen Welthaltigkeit und Nebenwiderspruch

Von Lea Dora Illmer und Luzia Knobel.


Alte Meisterinnen gab es viele, aber nicht genug »,

Meier [1]

schreibt Anaïs Meier in Berge, Menschen und insbesondere Bergschnecken. Und erklärt sich infolgedessen gleich selbst zur Meisterin. Mehr noch: zum schriftstellerischen Genie. Wie «lustig», «was für ein Boss-Move», wie «frech», «komisch», «raffiniert», «unzornig», «naiv», «abgeklärt» und «schnoddrig» – kommentieren die Literaturkritiker*innen.[2] Weshalb die Empörung? «Sich selbst ernsthaft für ein Genie zu halten, das ist der Autorin Elizabeth Gilbert zufolge in etwa so grössenwahnsinnig, als wolle man ‘die Sonne schlucken’».[3] Wir finden: Anaïs Meier hat gewichtige Gedanken. Ohne Zweifel! Mindestens ebenso gewichtige, wie die vielen «immer gleichen alten Säcke».[4]

Doch warum besetzen die Gedanken, Erzählungen und Ideen dieser trotzdem fast den kompletten Platz in den Bücherregalen, Semesterapparaten, Feuilletons, Bibliotheken und Umzugskartons? Warum sind ihre Werke kanonisch, warum gelten sie als Genie? Was also macht eine Autor*in zu einer genialen Autor*in? Und welche Rolle spielen Geschlecht und Genre? Das möchten wir in diesem Text herausfinden. Oder genauer: in Frage stellen. Wir bringen dazu einige literaturhistorische Überlegungen an, ergänzt durch Zitate unserer liebsten Meisterinnen, und führen zwei ausführliche Gespräche: mit der Schriftstellerin und Dozentin am Literaturinstitut in Biel Ruth Schweikert sowie mit der Autorin und Künstlerin Katja Brunner. Was ‘die alten Säcke’ laut Meier besonders überzeugend können: «sich selbst und ihr Schreiben sehr ernst […] nehmen».[5] Tun wir es ihnen gleich.

Wo bleiben all die genialen Frauen, die genialen non-binären Menschen?, fragen wir uns also. Nun ja, die schreiben auch ein bisschen. Tagebuch. Briefe. Vielleicht auch Lyrik. Oder Autobiografien. Doch das ist im Grunde ja keine echte Literatur, jedenfalls keine hochstehende, so der Tenor. Was zählt, ist die Qualität, hören wir die Stimmen in unseren Ohren hallen, nicht das Geschlecht. Aber wir wissen nur allzu gut: Kein Geschlecht meint nichts anderes als das männliche Geschlecht. So selbstverständlich als Standard gesetzt, dass es uns als Neutrum erscheint. «Denn Autorschaft ist männlich konnotiert», schreibt die Literaturwissenschaftlerin Sylvester-Habenicht in Kanon und Geschlecht. Sie führt am vielleicht berühmtesten Genie der Literaturgeschichte aus:

Johann Wolfgang von Goethe erschafft Kunst, Cornelia schreibt Tagebuch, Briefe. Das Geschlecht reguliert Aufstieg und Fall im literarischen wie im wirklichen Leben »

Sylvester-Habenicht [6]

Das Schreiben der nicht minder begabten Cornelia, der Schwester von Goethe, bleibt Nebenschauplatz. «Gender und genre» greifen für Frauen auf fatale Weise ineinander.[7]

Bis heute begegnen wir einer primär männlich gedachten Autorschaft.[8] Warum? Wie Sylvester-Habenicht beschreibt, setzte sich zeitgleich mit der Entstehung des literarischen Marktes im 18. Jahrhundert auch die Vorstellung einer binären Geschlechterordnung durch: Frauen und Männern wurden aufgrund ihres angeblich unterschiedlichen Naturells getrennte Räume in der Gesellschaft zugewiesen. Binäre Strukturen, in denen sich der Familienernährer und die Hausfrau und Mutter oder der geniale Künstler und seine weibliche Muse gegenüberstehen, verfestigten sich und dominierten zunehmend das gesellschaftlich anerkannte Denken und Handeln: «Die Zeit der von Männern entworfenen Clarissen, Sophien, Heloisen und Lucinden, der Gretchen und Lotten ist angebrochen»,[9] schreiben die Literaturwissenschaftlerinnen Schabert und Schaff.

Zu schreiben oder kreativ zu sein war an ein männliches und eigenständiges Künstlersubjekt gebunden, das in Ruhe seinen Geist zu entfalten vermag. Dieses «Konzept autonomer Autorschaft»[10] beruht auf der Annahme, ein männlicher Intellekt sei besonders geeignet, um Kultur zu produzieren, während Frauen ihrer natürlichen Veranlagung wegen für die häuslichen und mütterlichen Tätigkeiten bestimmt wären. Autor*innenschaft setzte Fähigkeiten und Bedingungen voraus, die Frauen weder zugeschrieben noch gewährt wurden.[11] Ihr Platz in der Kunst blieb auf die Position der Muse beschränkt. Ihre Kreativität wurde ins literarische Abseits verwiesen und «der Ausschluss von Schriftstellerinnen aus der Institution Kunst besiegelt».[12]

Wie steht es heute um das Ansehen weiblicher Kreativität? Und um die Bewertung von Literatur insgesamt? Qualitative Literatur – was soll das eigentlich sein?

Für Ruth Schweikert, unsere erste Gesprächspartnerin, geht es darum, ‘eine eigene Stimme zu haben’. Qualitativ wertvoll sei jene Literatur, die etwas in Frage stelle. Literatur, die sich «an die Grenzen des Nicht-Erzählbaren» wage; Literatur, die notwendig sei und sich durch «das Gegenteil von Beliebigkeit»[13] auszeichne. Qualitativ hochstehende Texte hätten Dringlichkeit und zeugten von Welthaltigkeit, eröffnet uns die Literaturkritikerin und Festivalleiterin der BuchBasel, Katrin Eckert. Was verbirgt sich dahinter? Welthaltigkeit, was für ein seltsames Wort. Ein Wort, dem Rechtschreibeprogramm von Word unbekannt. Das seiner bildungssprachlichen Verwendung wegen wichtig klingt, aber in seiner Bedeutung unklar ist. Laut Duden: «das Irdische, das Welthaltigsein»[14] – wir wissen genau so wenig wie vorher.

Obwohl die Qualität von Literatur gemeinhin als nicht greifbar, nicht messbar gilt, wird sie doch immer wieder mit demselben Vokabular beschrieben. Und dieses ist ebenfalls mit Geschlecht verknüpft: «Es ist immer noch so», schreibt Sibylle Berg in Schreibtisch mit Aussicht, «dass Werke von Schriftstellern als welthaltiger und universell gültiger gelten.»[15] Da ist sie wieder, die Welthaltigkeit. Literarische Qualität wird auch am Inhalt festgemacht. Also an den Themen und Werten, die ein Text verhandelt. Virginia Woolf schreibt in Ein eigenes Zimmer:

‚Grob‘ gesprochen, Fußball und Sport sind ‚wichtig‘; die Anbetung der Mode, das Kaufen von Kleidern ‚belanglos‘. Und diese Werte werden zwangsläufig vom Leben auf die Romanliteratur übertragen. Das ist ein wichtiges Buch, unterstellt der Kritiker, denn es handelt vom Krieg. Das ist ein unbedeutendes Buch, denn es handelt von den Gefühlen von Frauen in einem Salon »

Woolf [16]

Literarische Inhalte sind, genau wie gesellschaftliche Werte, natürlich nicht per se bedeutsam. Ihre Bedeutung, ihre Welthaltigkeit wohnt den Buchstaben nicht inne. Sie wird ihnen zugesprochen. Und das hat System. Denn die Konsequenzen sind alles andere als zufällig. Mit der Literatur verhalte es sich wie mit einem Spinnennetz, so Woolf, sie ist «vielleicht nur ganz lose, aber dennoch an allen vier Ecken mit dem Leben verknüpft.»[17] Gesellschaftliche Werturteile und Geschlechterverhältnisse fliessen in die Bewertung von Literatur mit ein. Etwa dann, wenn vom «Ausgrenzungsurteil Frauenliteratur»[18] gesprochen wird, das meist «patriarchale Weiblichkeitsvorstellungen transportiert».[19] Dorothee Elmiger beschreibt in Aus der Zuckerfabrik:

Sie habe sich bisher von diesen Dingen, der Liebe, dem Gefühl, dem Sex, ferngehalten, und diese Entscheidung habe ihr auf gewisse Weise zum Vorteil gereicht: Oft habe sie Lob dafür erhalten, dass das Spektrum ihrer sogenannten Themen sich nicht beschränke auf jene, die Frauen angeblich in der Mehrzahl bearbeiteten, sondern auch das Historisch-Politische oder Fragen und ein Vokabular der Technik mit einschließe. Als zeichnete sich ihre Arbeit vor allem dadurch aus, dass sie die Kennzeichen einer als männlich verstandenen Literatur trage, obwohl sie aus der Hand einer Frau stamme – weil sie also, sagt sie lachend, trotz ihres Geschlechts zur Vernunft gekommen sei, der Larmoyanz der Frauen eine Absage erteilt und die Seite gewechselt habe »

Elmiger [20]

Wir treffen auf altbekannte Gegensätze: Frauenthemen versus welthaltige Themen, Gefühle versus Vernunft, das Persönliche versus das Historisch-Politische, Natur versus Kultur. Der Begriff Frauenliteratur erscheint vor diesem Hintergrund paradox. Da Autor*innenschaft männlich codiert ist, ist Literatur immer Männerliteratur. Das Signum Frauenliteratur diente historisch dazu, die «ästhetisch minderwertige Trivialliteratur von der richtigen, der von Männern geschriebenen Literatur»[21] abzugrenzen.

Frauenliteratur, Frauenthemen, Nebenwidersprüche: «Wo beginnt diese weltliche Welt?» fragt sich auch Sarah Elena Müller «als Autorin, als Leserin und als Kritikerin der Aufteilung in Welthaltigkeit und Nebenwiderspruch»[22], währenddem sie im Staub und Dreck ihres Haushalts auf einer Interdiscount-Yogamatte liegt. Sicher nicht beim Zähneputzen, Tellerwaschen oder Kinderwickeln. Nein. Welthaltigkeit hat mit Grösse zu tun. Mit Abstraktion und Universalität. Und nicht mit dem privaten Alltag.

Wobei – auch hier kommt es zunächst darauf an, wer schreibt. Ein Blick in die Feuilletons: Christian Krachts Eurotrash. 210 lange Seiten über eine verkorkste Mutter-Sohn-Beziehung. Das Urteil: «Ein metaphysischer Romancier. Vielleicht: der letzte grosse metaphysische Romancier dieser Zeit.» (NZZ) und «[…]ein mutiger Roman, der sich hineinbegibt ins Zentrum des familiären Schreckens, sich aber von diesem Schrecken nie erdrücken lässt. Einzigartig im Werk von Christian Kracht und wohl auch in der deutschsprachigen Literatur.» (Spiegel) oder schlicht «der beste Romantitel der Saison» (Hamburger Abendblatt).

Moment! Jetzt ist das Private plötzlich doch literarisch, dringlich, welthaltig genug? Wir stellen fest: Nicht nur die Themen sind vergeschlechtlicht, sondern auch die Legitimation, über gewisse Themen zu schreiben. Und das hängt wiederum mit den Vorstellungen von Autor*innenschaft zusammen. Kracht kann vermutlich schreiben, über was er will. Er wird immer der geniale Autor sein. Aber was ist mit den Autorinnen? Welchen Topos hält die Welt für sie bereit? Sibylle Berg stellt fest:

Ich kann gar nicht so Pfeife rauchen und die Welt erklären. Da ist man ja eigentlich schon mal aussen vor. Aber Frauen erklären die Welt auch nicht. Das steht uns nicht zu. Die Frauen schreiben über ihre Depressionen »

Berg [23]

Was Berg hier anspricht, ist ein gängiges Narrativ weiblicher Autor*innenschaft. Dieses steht nicht nur entgegen dem welthaltigen, pfeifenrauchenden Genie, sondern zeichnet sich durch einen spezifisch weiblichen Wahnsinn aus. Die am Leben leidende Frau, die schwache und psychisch kranke Frau, produziert Kunst aus ihrer Not heraus. Quasi intuitiv. Ein Narrativ, dem auch unsere zweite Gesprächspartnerin Katja Brunner häufig begegnet. Während Frauen affektiv aus dem Bauch heraus schreiben, machen Männer «aus einer souveränen vermeintlich objektiven Beobachtungshaltung heraus Kunst».[24]

Und um dieses Narrativ zu untermauern, werden all jene Schriftstellerinnen aufgezählt, die den Tod dem Leben vorgezogen haben: Virginia Woolf, Sylvia Plath, Marina Zwetajewa, Anne Sexton, Unica Zürn, Inge Müller, Adelheid Duvanel, Charlotte Perkins Gilman, Iris von Roten…, gleich daneben liegen die fiktiven Gräber ihrer Romanheldinnen. Judith, Gretchen, Esther. Ruth Schweikert betont, dass ihre weiblichen Vorbilder fast alles tragische Figuren waren: «Sie sind vorzeitig gestorben, haben wie Marieluise Fleißer jahrzehntelang nicht geschrieben, ihren Kopf in den Backofen gesteckt wie Sylvia Plath und so weiter».[25] Das führte sie unweigerlich zur Frage: «Wer kann ich werden als Frau?»[26]

Wie lässt sie sich fassen, diese Position der defizitären Anderen? Ein Weg wäre die Orientierung am Modell männlicher Autor*innenschaft. Aber wir erinnern uns: Die Frau verfügt ja gar nicht über die Fähigkeiten zur Kulturproduktion! Ihr «fehlen die anthropologischen Voraussetzungen zum Genie».[27] Schade.

Und selbst wenn wir über diese  vermessenen Zuschreibungen hinwegsehen, bleiben die materiellen Bedingungen des Schreibens ungleich verteilt. Woolf again: Raum, Zeit, Geld. Hier liesse sich (nicht abschliessend) ergänzen: die Stipendien, die Aufenthalte, die Fürsorgeverpflichtungen, die Legitimation als Autorin. Allerhöchste Zeit also, um nach den Voraussetzungen des Schreibens zu fragen: Wem ist dieses «Über-die-Welt-Schreiben», dieses «Sich-in-die-Welt-Schreiben», dieses «Sich-aus-der-Welt-Schreiben», dieses «Von-Welt-Sein» überhaupt möglich? Wem wird es zugestanden? Und was braucht es dafür?

Das Autorinnenkollektiv Writing with CARE/Writing with RAGE antwortet:

Zum Beispiel: Bitte ein Ruhetag pro Woche. Eine Ruhestunde pro Tag. Eine Seite pro Tag. Ein Tag. Eine Seite. Eine Zeile. Ein Zimmer für mich allein. Nein, da geht mehr: Ein Panic Room, ein Crash Room, ein Kinderzimmer, Küche, Bad, gut, schon ein bisschen voll hier, da stell ich also auch den Schreibtisch rein. Vielleicht quer. Oder »

Writing with CARE / Writing with RAGE [28]

Familie, Mahlzeiten, Rotznasen, Hausaufgaben, Nachrichten, Unterleibsschmerzen, Bedürfnisse und mittendrin der Schreibtisch. Daher immer noch: ein Zimmer für sich allein. Schreiben und Kinder haben, das verträgt sich nicht. Jedenfalls nicht mit dem Geniegedanken, «die Erhaltung und Pflege von Leben erscheint in dem Kontext ungefähr so genial und so sexy, wie der Geruch von Feuchttüchern».[29] Judith Hermann erzählt, wie ihr in einem Restaurant zugeraunt wurde, «sie solle besser nie ein Kind bekommen; [denn] jede Schriftstellerin […] hörte mit der Geburt auf, eine Schriftstellerin zu sein».[30]

Nicht alle Autorinnen sind Mütter. Aber die meisten leisten eine Form von Sorgearbeit. Wir müssen das künstlerische Subjekt, das künstlerische Schaffen entmystifizieren. Der geniale Autor mag fernab seiner Familie ein einsames, stilles Dasein gefristet haben. Aber der geniale Autor, der sich jeglicher Abhängigkeiten und Fürsorgepflichten entledigte, der isolierte, unabhängige und dementsprechend neutrale Autor hat ausgedient. Das Autorengenie war schon immer eine Lüge. Es wird nicht als Genie geboren, es wird zu einem Genie gemacht. Es ist wie alle eingebunden in gesellschaftliche Strukturen, verflochten in ein Netz aus Beziehungen, Gefühlen und Bedingungen. Bedingungen, die nicht für alle gleich ausfallen. Machen wir die unterschiedlichen Lebensumstände nicht unsichtbar. Für einen lebendigen, gerechteren Literaturbetrieb müssen wir das Autorengenie und sein Geschlecht entlarven, samt seiner abstrakten und universellen Welthaltigkeit.

Setzen wir ihm ein neues Verständnis des Genies entgegen. Eines, das die eigene Position in der Welt reflektiert und benennt, das seine Lebenswelt mitnimmt ins Schreiben, eines das seine Erfahrungen und Wirklichkeiten nicht unsichtbar machen muss, eines das Bedürfnisse zulässt, eigene und die anderer, eines, das sich um sich selbst sorgt, vielleicht Kinder hat, vielleicht keine, ein Genie, das schreiben kann, worüber es auch immer möchte, ohne dass Genre- oder Geschlechtergrenzen es einengen. Ein Genie, das vielleicht gesund, vielleicht krank ist, dessen Werk aber nicht darauf reduziert wird. Das nicht andauernd Gefahr läuft, delegitimiert zu werden, eines, das nicht gefragt wird: «Haben Sie schon Arbeit gefunden? […] Oder schreiben Sie nur?»[31] Vielleicht werden wir dann auch jene Meisterinnen wiederfinden, die durch die Maschen des überkommenen Geniekults gefallen sind?

Bis dahin schliessen wir, wie wir begonnen haben und nehmen uns ernst – mit Anaïs Meier: «dies ist [unser] Beitrag, um ein Selbstverständnis der Schriftstellerin als Genie zu etablieren». (2019, S. 78) Denn Meisterinnen gab es viele.

Lea Dora Illmer studiert Geschlechterforschung, Philosophie und Literaturwissenschaften an der Universität Basel. Daneben schreibt und lektoriert sie Texte mit feministischem Blickwinkel. Sie ist Mitbegründerin des Vereins FKK (Feministische Kulturkritik).

Luzia Knobel studiert Geschlechterforschung und Geschichte an der Universität Basel. Sie arbeitet zu Themen der Geschlechtergeschichte und ist Co-Koordinatorin des Vereins Frauenstadtrundgang Basel. Sie ist ebenfalls Mitbegründerin von FKK (Feministische Kulturkritik).

Empfehlung Neuerscheinung: FrauenLiteratur – Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt der Literaturwissenschaftlerin Nicole Seifert ist soeben bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Ein Buch über die diskriminierenden Strukturen im Literaturbetrieb und die Abwertung des literarischen Schaffens von Frauen. Da der Blogartikel vor dem Erscheinungsdatum geschrieben wurde, konnte das Buch darin leider nicht berücksichtigt werden.


Fussnoten

[1] Meier, Anaïs: Berge, Menschen und insbesondere Bergschnecken. Berlin 2020, S. 85.

[2] Alle Zitate aus dem Podcast eins.sieben.drei, Folge (2): «Am Schweizer ziehen – Anaïs Meier, Über Berge, Menschen und insbesondere Bergschnecken».

[3] Writing with Care / Writing with Rage: Fragment eins. In: Peveling, Barbara und Richter, Nikola (Hg.): Kinder Kriegen. Reproduktion Reloaded. Hamburg 2021, S. 330.

[4] Meier 2020, S. 85.

[5] Ebd., S. 85.

[6] Sylvester-Habenicht, Erdmute: Kanon und Geschlecht. Sulzbach/Taunus 2009, S. 14.

[7] Vgl. ebd., S. 15.

[8] Die männliche Konnotation zeigt sich auch am Begriff. Deswegen verwenden wir im Folgenden, Zitate ausgenommen, «Autor*innenschaft».

[9] Schabert, Ina und Schaff, Barbara (Hg.): Autorschaft. Genus und Genie in der Zeit um 1800. Berlin 1994, S. 12f.

[10] Ebd., S. 68.

[11] Ebd., S. 68.

[12] Sylvester-Habenicht 2009, S. 69.

[13] Gespräch mit Ruth Schweikert, November 2020. Ab Minute 45:18.

[14] Duden Online: Welthaltigkeit, die.

[15] Berg, Sibylle: «Jedes fertige Buch ist ein gescheiterter Versuch». In: Piepgras, Ilka (Hg.): Schreibtisch mit Aussicht. Zürich/Berlin 2020. S. 221.

[16] Woolf, Virginia: Ein eigenes Zimmer. Frankfurt am Main 2005. S. 74.

[17] Ebd., S. 43.

[18] Sylvester-Habenicht 2009, S. 204.

[19] Ebd., S. 204.

[20] Elmiger, Dorothee: Aus der Zuckerfabrik. München 2020, S. 222.

[21] Sylvester-Habenicht 2009, S. 205.

[22] «Weil ich verzweifelt bin, wie die Tochter, wie die Mutter, wie der Vater und Onkel Albert». In: Fabrikzeitung. 2019.

[23] «Wer hat Angst vor Sibylle Berg?» Böller und Brot. 2016. Ab Minute 12:55.

[24] Gespräch mit Katja Brunner, Dezember 2020. Ab Minute 22:04.

[25] Gespräch mit Ruth Schweikert, November 2020. Ab Minute 13:20.

[26] Ebd. Ab Minute 16:30.

[27] Bovenschen, Silvia: Die imaginierte Weiblichkeit. Frankfurt a.M. 1979, S. 237f.

[28] Writing with Care / Writing with Rage 2021, S. 330.

[29] Ebd., S. 331.

[30] Ebd., S. 330.

[31] Tyler, Anne: «Ich schreibe nur». In: Piepgras, Ilka (Hg.): Schreibtisch mit Aussicht. Zürich/Berlin 2020, S. 25.


Bild: Foto von Fallon Michael auf Unsplash.

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