Empfehlung

Ab heute Abend: çok basel!

Ab heute Abend finden den gesamten Monat hindurch Veranstaltungen im Rahmen von çok basel! transnational memoryscapes switzerland – turkey statt:

Wer erinnert? Was wird erinnert? Wie wird erinnert? Wo wird erinnert?
Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen sind Studierende der Universität Basel im Rahmen eines Seminars den Erinnerungsspuren der Migration aus der Türkei nach Basel gefolgt. Daraus sind sechs Video- und Audioarbeiten entstanden, in denen die Porträtierten nicht nur die Türen zu ihren Lebensgeschichten öffnen, sondern vor allem zu den Quartieren, Strassen und Schulen, die sie geprägt haben.

Ab 18.30 Uhr auf der Lyss, Spalenvorstadt 2, Basel.
Weitere Informationen finden sie auf dem Flyer oder auf der website von çok basel.

Exhibition reviews

Medienspiegel zur Ausstellung (2)

Hier die letzten Artikel zur Ausstellung Martha Rosler & Hito Steyerl War Games. Das Fazit: Eine fulminante Ausstellung voller Denkanstösse.

1.8.2018 Springerin: Martha Rosler/Hito Steyerl War Games

5.9.2018 Brooklyn Rail: Martha Rosler and Hito Steyerl: War Games

1.10.2018 Kunstbulletin: Martha Rosler & Hito Steyerl — Böse Spiele

30.12.2018 NZZ am Sonntag: Der Krieg der Bilder

Unabhängig voneinander und in ihrer Gegenwartsanalyse doch eng verwandt, sagen beide Künstlerinnen jeder Hingabe an den Weltschmerz den Kampf an. Das Werk der Jüngeren gewinnt mit Rosler ein bis in die 1960er-Jahre zurückreichendes Fundament. Und wenn die Ältere, lange unter dem Vorzeichen feministischer Kunst gesehen, die Zukunft der US-amerikanischen Kampfdrohnen in den Blick nimmt, findet sie in Steyerl eine ebenso unerschrockene Komplizin. –Isabel Zürcher, Kunstbulletin

Art and Politics, Politics

Bla*Sh

Der Name scheint einem Comic entnommen: Bla*sh.

Blash!

Nach Lärm und Aufstand klingt das.

Das Wort ‚Aktivismus‘ findet sich aber nicht in der Beschreibung von Bla*sh. Und trotzdem würden sie sich als Aktivistinnen sehen, sagt Rahel El-Maawi, Freischaffende in der Sozio- und Bewegungskultur. Zusammen mit Sarah Owens spricht sie an diesem Abend im Kunstmuseum Gegenwart über soziales, kulturelles und politisches Empowerment und darüber, was es heisst, als Schwarz[1] wahrgenommen zu werden.

Das hat wenig mit dem lautem Protest zu tun, wie wir ihn zum Beispiel von Bildern des BlackLivesMatter-Movements kennen. Das Engagement von Bla*Sh scheint alltäglicher – deswegen ist es nicht weniger wichtig. Bla*Sh (für Black She mit Gendersternchen) engagiert sich zum Beispiel im Bereich der Wissensproduktion. Im Netzwerk gibt es seit Beginn einen Austausch über Schwarze Autorinnen und Journalistinnen. Zudem suchen sie nach Kinderbüchern, welche nicht nur den weissen, heteronormativen Teil der Schweizer Gesellschaft abbilden. Sie organisieren Diskussionen, Kulturveranstaltungen oder beteiligen sich am öffentlichen Diskurs, wie eben im Kunstmuseum Basel.

„Gegen Innen gibt uns Bla*Sh einen geschützten Raum. Das ist wichtig, um mit diskriminierenden Erfahrungen im Alltag nicht alleine dazustehen und um diese Erfahrungen im Gespräch auch einordnen zu können“, sagt Sarah Owens, Dozentin an der Hochschule der Künste in Zürich. Bla*Sh sei ein Netzwerk, welches den Erfahrungen Schwarzer Frauen eine Sprache verleihe.

Wie offen Sarah Owens und Rahel El-Maawi über eigene Erfahrungen sprechen ist eindrücklich. Sie tun das ruhig, mit einer gewissen Distanz, über einige besonders absurde Erlebnisse können sie lachen. Deswegen verlieren die Themen nicht an Brisanz. Owens erzählt davon, dass sie in Diskussionen immer und immer wieder erklären müsse, dass sie ja Dozentin an einer Hochschule der Gestaltung sei und darum durchaus über Design und Ästhetik sprechen könne. El-Maawi erzählt von ähnlichen Erfahrungen: Solange es um eine Meinung zum Schwarz-sein-in-der-Schweiz gehe, sei Bla*Sh eine oft adressierte Gruppe. Doch sobald sie sich unabhängig von diesem Netzwerk und in einem anderen Themenfeld bewege, müsse sie sich dafür rechtfertigen.

Sichtbar sein und Unsichtbar sein wollen, Unsichtbar sein und Sichtbar sein wollen, dies sind die Themen, denen Owens und El-Maawi viel Platz einräumen. Es gäbe Situationen in ihrem Alltag, da wünsche sie sich unsichtbar zu sein, sagt Owens, sie werde wegen ihrer Hautfarbe ständig als anders wahrgenommen. Umgekehrt sind Schwarze Frauen in den genannten Kinderbüchern oder aber in der Politik nicht oder nur schlecht repräsentiert und bleiben unsichtbar.

Wohl werden Ownens und El-Maawi auch in ihrem Dialog im Museum für Gegenwartskunst vor allem als Schwarze Frauen wahrgenommen, denn sie sprechen ja über ihre Erfahrungen damit, als sichtbar ‚anders‘ wahrgenommen zu werden. Und doch soll genau dieses Wahrnehmungsraster schlussendlich überwunden werden. Das wird paradoxerweise nur gelingen, wenn sich Menschen wie Owens oder El-Maawi in die Öffentlichkeit stellen, über ihre Erfahrungen sprechen und sich damit erneut den Zuschreibungen aussetzen. Doch gleichzeitig setzen sie diesen Zuschreibungen auch etwas entgegen.

Es scheint das Dilemma zu sein, in welchem sich diese Diskussion ständig bewegt.

„Wo sind die Schwarzen Frauen?“, habe Audre Lorde an einer Vorlesung in Zürich in den 90er Jahren gefragt. Der Weisse Feminismus habe sich sehr für sie interessiert, doch damit sei Blackness lange ein Weisser Diskurs geblieben.

Im Kunstmuseum Gegenwart sassen letzte Woche, mich eingenommen, fast ausschliesslich Weisse Menschen. Dies ist im Umfeld der Universität und der Museen in Basel nicht ungewöhnlich, doch im Kontext des Talks zum Netzwerk schwarzer Frauen tritt dieser Umstand noch deutlicher hervor.

Nach 10 Minuten standen zwei Weisse Männer auf und verliessen den Raum. Am Ende des Vortrags erklärte eine Weisse Frau im Publikum, als Jüdin könne sie sich in die Situation der beiden Referentinnen hineinversetzen. Vor 20 oder 30 Jahren sei sie auf diesem Stuhl gesessen, vielleicht auf einem Podium wie diesem. Diese Wortmeldung empfand ich als unangebracht: Obwohl die Frau wohl ihre Solidarität ausdrücken wollte, wirkte ihr Kommentar herablassend. „Wir“ waren einmal dort, wo „ihr“ jetzt seid. Diese Zuschreibungen verstärken meines Erachtens die Lücken zwischen den gesellschaftlichen Gruppen. Ausserdem generiert der Kommentar eine stringente Entwicklung, welche früher oder später für scheinbar alle gesellschaftlichen Teile einsetzen wird: ‚So wie uns wird es auch euch geschehen.’ Nicht zuletzt übersieht der Kommentar, dass jene negativen Zuschreibungen, welche Schwarze Frauen in der Schweiz durch ihre ständige Sichtbarkeit im Alltag erhalten, auf eine jüdische Frau nicht im selben Ausmass zutreffen kann.

Diese Beobachtung führt im weitesten Sinne zur Frage, wer wie über wen sprechen darf: Dürfen Menschen, die einer Minderheit oder einem diskriminierten Gesellschaftsteil angehören eher über andere, ebenfalls diskriminierte Teile der Gesellschaft urteilen?

Text by Juri Schmidhauser.


[1] Schwarz soll in diesem Text ebenso verwendet werden, wie das Sarah Owens und Rahel El-Maawi von Bla*Sh in ihrem Talk tun: Schwarz ist eine Zuschreibung welche zu Stigmatisierungen dieser Menschen führt. Schwarzsein soll aber Selbstbestimmt sein.

Art and Politics, Uncategorized

Searching for a queer Utopia hidden in Shrek and The Lego Movie

Jack Halberstam, Columbia University Professor of English and Comparative Literature, finds that both “Shrek” and “The Lego Movie” can be viewed as counter-narratives that challenge dominant heteronormative conceptions of success and gender-identities. Responding to children’s independence from these conceptions, children’s movies depict alternative forms of community and association, effectively turning into windows of opportunity with transformative potential for the imagining of a queer utopia in the cinematic industry.

Victor’s cinema

If history is written by victors, then most of mainstream cinema is made by successful people with a clear understanding of what their (adult) audience wants: sentiment, progress and closure (Halberstam 2001: 119). Children’s movies however usually lack all of the above in order to fully acknowledge the nature of children’s narrative desires, which in turn tend to be amoral, antiteleological and unsentimental (Halberstam 2001: 119). In fact in this very indifference towards established norms and narrative tools lies children’s films’ potential transformative power. Queer and gender theorist Jack Halberstam explains in “The Queer Art of Failure” (2001) and the recent public lecture titled “Unbuilding Gender: Trans* Anarchitectures In and Beyond the Work of Gordon Matta-Clark“ (Basel, 16.10.18) how children’s films can be viewed as countering and challenging dominant conceptions of success and gender.

The power of being wrong

Starting with Shrek (2001) the author points out the queerness of this animated fairy-tale, which depicts a wide range of queer embodiments and relations (Halberstam 2001: 119). An ogre living in a swamp teams up with a speaking donkey to fight for the rights of the exiled fairy-tale community and eventually both end up falling in love with “inappropriate partners”: Shrek falls in love with a princess and Donkey is courted by a dragon. Furthermore the otherness of fairy-tale creatures is reason enough for the villagers to despise and exclude them, pushing them to the margins of society. It is not until other fairy-tale creatures are exiled into Shrek’s swamp, that he realizes that because of their difference, their personal and political spheres are intertwined. Their appearances are no longer a personal matter, but are reason for political acts of discrimination. To stand up for the rights of the dispossessed fairy-tale community, Shrek becomes a freedom fighter opposing the evil Lord Farquaad, who is enacting the discriminating laws. In this confrontation, the Lord represents all the qualities that Shrek lacks: power, wealth, success and social status. Although it seems quite impossible for Shrek to win this battle, by joining forces with the other fairy-tale creatures he manages to overthrow Lord Farquaad. For Halbertsam the beauty of the film lies in the embracing of queer characters and relationships and in not choosing success over failure. Shrek and his friends win the battle not despite of their queerness, but because of it. In embracing their failure of being normal and in joining forces to fight for more equality, they surprise Lord Farquaad and his knights and take his castle by storm. They remind us that there is something powerful in being wrong and that “empathy with the victor invariably benefits the rulers” (Benjamin 1969: 256). So the movie calls out to it’s viewers to walk the unbeaten tracks, to take the wrong turns or get to lost, because there is as much happiness and delight to being viewed as wrong and failing to fit in as to succeed in doing so.

The gluing of gender and sexuality

Continuing with The Lego Movie (2014) Jack Halberstam draws the parallel between the inhabitants of Legoberg building and unbuilding their town everyday and the Architectural Turn in Gender Studies, which theorized the body as a piece of architecture, that could be built, altered and unbuilt at will. Legoberg stands therefore for a dismantling of the social world, where we now have the freedom to construct our identity brick by brick with the ease of using a Lego-Set. But trouble enters Legoberg in form of Lord Business, who plans to glue everything in constant, unchangeable perfection, using his evil super-glue. For Halberstam this image of freezing perfection is a concept deeply rooted in heteronormative common sense, where the gender-binary and “appropriate” sexuality are naturalized and effectively essentialized. In this logic, gender and sexuality are static concepts, “givens” of a sort, that can’t be altered individually, because of the social control exerted in society. The only hope for Legoberg and metaphorically speaking for us is the so-called pièce de résistance, a brick that can undo the power of the super-glue and bring back the fluidity and make the construction of our reality visible again. Predictably, at the end of The Lego Movie the pièce de résistance is found and the evil Lord Business is defeated. Where do we find our personal pièce de résistance to unglue the given concepts of our everyday-life?

Unbuilding mainstream cinema

Jack Halberstam gives us the example of Gordon Matta-Clark, an architect who studied the works of Le Corbusier, only to deconstruct his concepts, rearrange them and turn them inside out. Instead of simply applying Modernism’s esthetical tools, he used a concept of linguistic reversal in architecture: instead of building houses, he cut pieces out of them or split them in half, opening up new views and spaces filled with nothing but light and air. Same as Gordon Matta-Clark didn’t take his teachings at face value, we shouldn’t simply accept the gendered world as it is, but strip it of its natural, static character and bring the dominant narrative of the essential gender-binary and heteronormativity to it’s knees. Finding a way of de-essentializing and de-naturalizing the dominant order would mean to find the pièce de résistance to unbuild our social reality, opening up the possibilities of building new imaginings of a queer utopia.

Same as there’s no place for light and air in faceless concrete buildings, there isn’t any space for a queer utopia in mainstream cinema. But like Gordon Matta-Clark who opened up the room with his Cuttings to let light and air into the newly created space, children’s movies cut into the mainstream and open it up to new forms of relating and belonging, effectively letting imaginings of a queer utopia into the film industry.

Text by Fabian Hofmann.

Art and Politics

Banu Karaca: Rethinking Debates on Freedom of the Arts and its Limits

Wir freuen uns sehr auf den Eröffnungsvortrag der Reihe The Art of Intervention, der von Banu Karaca gehalten wird. Der Vortrag findet kommenden Dienstag um 18.00 Uhr im Kunstmuseum Gegenwart statt. Er wird auf Englisch sein und beschäftigt sich mit der Frage der Zensur und wie sie heute durchgesetzt werden kann und wird.

Kommen Sie zahlreich! Weitere Informationen finden Sie hier.

Bild: Fotografiert von Claudia Peppel.
Exhibition reviews

Medienspiegel zur Ausstellung (1)

Die Ausstellung War Games von Martha Rosler und Hito Steyerl hat ein grosses und positives Medien-Echo erhalten. Machen Sie sich selbst einen Eindruck:

MAI
1.5.2018     Artinside: Hito Steyerl & Martha Rosler: War Games
4.5.2018     BZ Basel: Vorne Selfie, hinten Bürgerkrieg
4.5.2018     Basler Zeitung: Vom Versuch, das Ganze wieder in den Blick zu bekommen
5.5.2018     Deutschlandfunk Kultur: Krieg und Medien
6.5.2018     Badische Zeitung: Kritik der Kontaminierung

Im Alltag vergessen wird, dass das Internet ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt wurde, oder dass der urbane Parcourssport auf einer militärischen Trainingstechnik beruht, die von französischen Soldaten für Kampf- und Flucht-situationen erarbeitet wurde. – Yvonne Ziegler, Badische Zeitung

11.5.2018    Badische Zeitung: Vietnamkrieg im Wohnzimmer
22.5.2018    SonntagsZeitung: Wie sich die Bilder gleichen
24.5.2018    Le Courrier: L’art, cette arme de réflexion massive

Und plötzlich fragt man sich: Warum wird mit Drohnen kaum je nach oben, in den offenen Himmel hineingefilmt, sondern immer nur das beschränkte Gewusel am Boden ins Visier genommen? – Daniela Janser, WOZ

24.5.2018    WOZ – Die Wochenzeitung: Der Krieg, der im Blumenbouquet steckt
28.5.2018    Kulturtipp: Schmerzhafte Einstiche
29.5.2018    Monopol: Kriegsspiele
30.5.2018    taz: Schule der Autonomie

JUNI
1.6.2018     Programmzeitung: Starke Werke von starken Frauen
9.6.2018     SonntagsBlick: Immer im Bild

Rosler’s work has made visible what Marshall McLuhan noted in his 1970 essay Culture Is Our Business: “World War III is a guerrilla information war with no division between military and civilian participation.” – Riccardo Conti, Mousse Magazine

11.6.2018    Mousse Magazine: Martha Rosler & Hito Steyerl: War Games
11.6.2018    Der Bund / Tages-Anzeiger: Was Frauen mit der Kunst machen
20.6.2018    Spike Art: Martha Rosler: Off the Shelf
21.6.2018    Art Viewer: Martha Rosler & Hito Steyerl at Kunstmuseum Basel

In gewisser Weise ist die Finanzierung sozialer Kunstpraktiken durch reiche Stiftungen ein Zugeständnis an die Daseinsberechtigung von Randgemeinschaften. Man gibt ihnen eine Organisationsplattform, schwächt aber gleichzeitig die Militanz ihrer Forderung nach sozialer Veränderung. – Martha Rosler im Interview mit Marc Neumann, NZZ

26.6.2018    Neue Zürcher Zeitung: «Kunst muss nicht um soziale Fragen kreisen»

JULI
1.7.2018      Art Monthly: Martha Rosler and Hito Steyerl: War Games
12.7.2018    Eikon: Martha Rosler & Hito Steyerl: War Games

Selten hat eine Ausstellung zwei künstlerische Positionen derart überzeugend miteinander verwoben. Auch wenn der Generationensprung, zum Glück, gerade nicht der Motor der Doppelschau ist, lässt sich dennoch ein Zeitindex in den Arbeiten ablesen. – Beate Söntgen, FAZ

25.7.2018     Frankfurter Allgemeine Zeitung: Die Banalität des Drohnentheaters

 

Bild: Sinnspruch von H. P. Adamski in den Hackeschen Höfen, Berlin. © Privat, 2015.
About Us

Creative politics and political creativity

On the occasion of the exhibition War Games by Martha Rosler & Hito Steyerl at the Kunstmuseum Basel, this series of events will explore interventions in the arts and humanities that are intensely critical and fun, politically creative and creatively political, espousing queer-feminist, postcolonial and intersectional perspectives. As Steyerl proposed,

If politics is thought of as the Other, happening somewhere else, always belonging to disenfranchised communities in whose name no one can speak, we end up missing what makes art intrinsically political nowadays: its function as a place for labor, conflict, and…fun—a site of condensation of the contradictions of capital and of extremely entertaining and sometimes devastating misunderstandings between the global and the local.

In short, we focus on what art is best at: to inspire us to think, see and feel otherwise.

This involves rethinking the notions of intervention and critique as well as analyzing prevailing discourses on identity, migration, integration and globalization. We theorize interventions, endorsed or unendorsed, authorized or illicit, as performative acts of critique, politics, and activism with a potential to subvert the status quo. Interventions in the arts and humanities enable new encounters and can lead to (unlikely) coalitions in the struggle for justice. Yet interventions can also incite censorship and other coercive measures. Our event series aims to explore the myriad forms of the art of intervention while setting out to shed light on the potentiality of art as intervention.

 

Written by Bilgin Ayata, Dominique Grisard, Andrea Zimmermann